Ilmarinen – „Das Haus der Arbeitsfähigkeit“ – Ein Modell, dass Entscheidungen verbessert

In dem Bild sollen das Haus der Arbeitsfähigkeit nach Ilmarinen dargestellt werden. die Natur steht für Gesundheit, das Pflanzen des Baumes für Wissen, die Streuobstwiese für die Haltung zum Leben und den Werten und das Pflanzen für die Arbeit

Der finnische Wissenschaftler Juhani Ilmarinen sagte, dass es seine größte Leistung war, dreißig Jahre seiner Forschung in ein Chart zu packen.
Das Haus der Arbeitsfähigkeit.
Auf vier Ebenen werden die Faktoren, die die Arbeitsfähigkeit eines Beschäftigten beeinflussen, aufgezeigt: Gesundheit, Kompetenz, Werte und Arbeit. Außerdem werden weitere Faktoren herangezogen, die die individuelle Arbeitsfähigkeit beeinflussen: Familie, persönliches Umfeld, regionale Umgebung, Gesellschaft, Kultur, Politik, usw.
Das bekannte Modell wird im Gesundheitsmanagement zur Darstellung der Wechselwirkung zwischen den individuellen Ressourcen und den Arbeitsanforderungen genutzt.
Um diese Wechselwirkungen messbar zu machen, wurde der Arbeitsbewältigungsindex (ABI) durch ein interdisziplinäres Team am Finnish Institute of Occupational Health entwickelt.
Die Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern wurde durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen auf den Ebenen des Hauses der Arbeitsfähigkeit, erheblich gesteigert oder bis ins hohe Alter erhalten. Dies wurde durch verschiedene Studien nachgewiesen und damit die Wirkung eines systematischen Gesundheitsmanagement mehrmals wissenschaftlich belegt.
Das Modell kann darüber hinaus für die Abwägung von Entscheidungen, die die Belegschaft betreffen, genutzt werden.

Haus der Arbeitsfähigkeit – nach Ilmarinen

Hat man die Grundlogik der Wechselwirkungen dieser Einflussfaktoren auf die Arbeitsfähigkeit des Beschäftigten verstanden, führt diese Modell-Logik zu besseren Entscheidungen.
Ich bin überzeugt, dass die Qualität der Entscheidungen sich damit exorbitant verbessern wird.

Welche Logik steckt hinter dem Modell?

Die Logik ist, dass jede Entscheidung Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben kann. Deshalb prüfe ich die Entscheidung hinsichtlich der Ebenen, die betroffen sind und schätze damit den Nutzen, die Risiken und die Folgen ab.
Wenn die absehbaren Folgen einer Ebene den Nutzen der direkten Wirkung aufheben, dann überlege ich sehr genau, ob die Entscheidung sinnvoll ist oder welche Maßnahmen zusätzlich getroffen werden müssen, damit die gewünschte Wirkung eintritt.
Ein Beispiel: Ich führe ein neues Arbeitszeitmodell ein. Ein gutes Arbeitszeitmodell sollte einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Die Arbeitsebene sollte ebenso positiv beeinflusst werden und bessere Ergebnisse erzielt werden. Dies geschieht aber nur, wenn die Gesundheit nicht negativ beeinflusst wird.
Die Wissensebene bleibt neutral sofern keine Überlastung durch zu geringe Regeneration oder durch eine zu hohe Arbeitsmenge entsteht.
Die wichtigste Ebene ist aber die persönliche Haltung und Einstellung zur Arbeit, dem Unternehmen, den Kollegen und Vorgesetzten. Nur wenn ein Arbeitszeitmodell diese Haltung nicht negativ beeinflusst, wird gewährleistet, dass ein positiver Gesamteffekt entsteht.
Unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Familie und das soziale Leben der Betroffenen, kann das Modell zusätzlich verfeinert und damit auch die Akzeptanz erhöht und ein Nutzen sichergestellt werden.
Spielen Sie es einfach einmal durch. Nehmen Sie eine anstehende Entscheidung und betrachten Sie die Auswirkungen auf die einzelnen Ebenen und die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Ebenen und der Umwelt.
Damit erspar ich mir oft die Aussage: „Das haben wir gleich gewusst.“
Ich persönlich ziehe mindestens noch die Familie bei den Entscheidungen mit ein – in der Regel kennt man die Situation in seinem Team oder der Gruppe.
Familie ist eine sehr emotionale Ebene, die für ein Teamgefüge eine wichtige Komponente hat. Deshalb ist dieser Faktor für mich wesentlich.
Je öfter man seine Entscheidungen mit diesem Modell abklopft, umso mehr Erkenntnisse erhält man über die Qualität seiner Entscheidungen. Denn die Wirkung erfolgt immer unabhängig davon, ob bewusst wahrgenommen oder ausgeblendet.
Ich bin jemand der lieber bewusst entscheidet und somit seine Entscheidung und die Wirkung abwägt. Damit kann ich unliebsame Entscheidungen, die auch getroffen werden müssen, besser kommentieren und erklären. Damit kann eine negative Wirkung auf einer Ebene wieder ausgeglichen werden. Nachvollziehbare Entscheidungen führen nämlich zu einer höheren Akzeptanz und mehr Verständnis.
Das steigert die positive Haltung.
Im nächsten Beitrag geht es darum – „Warum Gesundheit System braucht“