„Warum Gesundheit System braucht.“

Es gibt nicht die Gesundheit. Gesundheit ist eine sehr individuelle und persönliche Definition.
Für Unternehmen ist die Definition einfacher, zumindest auf den ersten Blick.
Wer anwesend ist der ist gesund und wer sich krank meldet oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat ist krank.
Interessant für Unternehmen ist, der Zustand zwischen gesund und krank und welchen Einfluss hat das Unternehmen auf das Thema Gesundheit. In dieser Logik, also Anwesenheit.
Hier gibt es eine sogenannte Grauzone. Ein Zustand der noch nicht krank aber auch nicht mehr gesund ist. In dieser Grauzone entscheiden sich Beschäftigte in die Arbeit zu gehen oder zuhause zu bleiben. Manche bezeichnen es auch als Bettkantenentscheidung.
Diese Bettkantenentscheidung ist von vielen betrieblichen Faktoren wie Betriebsklima, der Vorgesetzte, die Rahmenbedingungen der Arbeit, Arbeitszeitmodelle, Wertschätzung, Haltung zur Arbeit, usw., abhängig.
Idealerweise geht der Beschäftigte dann in die Arbeit, wenn er arbeitsfähig ist, keine Kollegen ansteckt und niemanden gefährdet.
Falscher Ehrgeiz in die Arbeit zu gehen ist genauso verkehrt als auch ohne Grund zuhause zu bleiben.
Deshalb ist eine gute Arbeitsfähigkeitskultur im Unternehmen notwendig. Wann ist es erwünscht ihn die Arbeit zu gehen und wann ist es besser, dass man nicht erscheint. Der Mensch schwankt zwischen den Polen Krankheit und Gesundheit
Damit diese entstehen kann ist es notwendig, dass das Thema Gesundheit auch mit einer professionellen Systematik angegangen wird.
Dabei hilft die Logik des Gesundheitsmanagement wesentlich. Ein Gesundheitsmanagement betrachtet und vernetzt die wichtigsten Themen die Einfluss auf die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit haben.
Den Gesundheit wird von vielen Faktoren beeinflusst und idealerweise steht dahinter eine gesamte Logik, die als Ergebnis eine hohe Arbeitsfähigkeit (Leistungsfähigkeit) sicherstellt.
Dabei sollte Gesundheitsmanagement genauso professionell strukturiert werden, wie andere relevante Bereiche, die zum Unternehmenserfolg beitragen. Oder sind ihr Lohnbüro, ihre Arbeitsprozesse oder ihr Auftragsmanagement nicht professionell organisiert?
Es ist schon seltsam, dass Gesundheit als relevanter Einflussfaktor in vielen Unternehmen nicht systematisch betrachtet wird und die Möglichkeiten einer positiven Einflussnahme dadurch nicht genutzt werden.
Dabei müsste man sich nur ein paar Tage Zeit nehmen und die relevanten Einflussfaktoren (siehe auch „Big Five im BGM“ und „Gesundheit ist Führungsaufgabe“), die auf die Arbeitsfähigkeit und die Bindung der Beschäftigten die größte Wirkung haben, analysieren.
Durch diese Analyse wird schnell deutlich auf welchem Niveau das Unternehmen bei der systematischen Nutzung der Ressource Gesundheit steht.
Wer hierbei als erstes an die Kosten denkt sollte den Insight Beitrag, „Innovation BGM“, lesen.
Ich bin überzeugt, dass ein systematisches BGM die Gesundheit der Beschäftigten maßgeblich positiv beeinflusst und somit den Unternehmenserfolg ausbaut, bei geringen Kosten.
Im nächsten Beitrag geht es – „über den Beschäftigten“.